Wie versprochen, möchte ich Euch hier ein paar meiner Freunde vorstellen.

Als erstes wäre da mal Sissi. Sie ist eine schwarz-weisse Katze und bereits 12 Jahre alt. Sie hat schon viel mitgemacht. Als sie noch nicht einmal ein Jahr alt war, wollte sie mal schneller als ein Pferd sein. Leider hat sie dieses Wettrennen verloren und das Pferd ist ihr auf's Bein getreten. Tja, da war der Knochen halt hin. Zuerst meinte der Tierarzt, der Knochen sei gesplittert. Doch glücklicherweise stellte sich auf dem Röntgenbild dann heraus, dass der Knochen ganz gerade gebrochen war. So konnte er dann mit einem Nagel gerichtet werden und ist wieder zusammen gewachsen. Allerdings hat sich die Bruchstelle leicht gedreht und nun läuft Sissi etwas komisch. Aber Mäuse erwischt sie trotzdem noch. Ein paar Jahre später hat sie sich dann in einem Kippfenster verfangen. Auch da ist sie nur ganz knapp mit dem Leben davon gekommen. Kippfenster stellen eine riesige Gefahr für Katzen dar. Wenn sie darin hängen bleiben, zerdrückt ihnen der Spalt die Nieren. Jedesmal wenn sich die Katze dann bewegt, um sich zu befreien, rutscht sie tiefer in den Spalt rein. Sissi hatte Glück, dass sie so schnell gefunden und befreit wurde. Sonst hätten ihre Nieren so starken Schaden genommen, dass man sie hätte einschläfern müssen. Glück muss die Katze haben. Jetzt, mit ihren 12 Jahren, ist sie nicht mehr so unternehmungslustig. Meistens bleibt sie in der Nähe des Hauses und inspiziert ihren Garten. Auch schläft sie viel mehr als früher. Es heisst ja auch immer, dass sich Katzen und Hunde nicht verstehen. Ich halte das für Quatsch. Ich habe gelernt, dass ein "wedelnder" Schwanz nicht wie bei uns Hunden Freude bedeutet, sondern ein Zeichen von Unwillen oder sogar von Agressivität ist. Dann geht man einer Katze besser aus dem Weg. Umgekehr musste Sissi begreifen, dass mein wedelnder Schwanz Freude bedeutet und sie keine Angst vor mir haben muss. Wir spielen nicht gerade zusammen und sind auch nicht eine Herz und eine Seele. Aber wir haben gelernt, uns zu akzeptieren und nebeneinander zu leben.

So war das Leben mit der Sissi eigentlich ganz gemütlich. Doch dann kam der 20. August 2003. Und dann hat sich alles verändert. Dann zogen hier drei kleine, sechs Wochen alte Racker ein. Seither ist alles anders. Nirgendwo hat man noch seine Ruhe. Immer wollen sie nur spielen und mir am Schwanz ziehen. Sie können ja von Glück reden, dass ich so eine geduldige Seele bin. Sogar auf mir schlafen dürfen sie. Aber nun möchte ich sie Euch noch einzeln vorstellen. Als erste haben wir da die Kyra. Sie ist eine Glückskatze. Jedenfalls habe ich das so gehört. Das hat mir ihrer Fellzeichnung zu tun. Anscheinend nennt man dreifarbige Katzen so. Habt Ihr gewusst, dass dreifarbige Katzen immmer weiblich sind? Kyra ist die zierlichste der drei. Und auch die ängstlichste. Bei jedem Geräusch zuckt sie zusammen und sucht Schutz bei ihrem Bruder Sam. Sam ist ein roter Kater. Rein rote Katzen seien immer Kater, habe ich mir sagen lassen. Und als letzter ist da noch der Frodo. Er ist schwarz-weiss wie Sissi, hat aber viel längere Haare. Wahrscheinlich war da noch ein zweiter Kater beteiligt. Wenn man die drei so sieht, würde man nie sagen, dass Frodo der Bruder von Kyra und Sam ist. Ist aber so. Seit ein paar Wochen können die drei jetzt auch nach draussen. Zum Glück, kann ich da nur sagen. Denn jetzt reagieren sie ihren Uebermut im Freien ab und sind drinnen ganz liebe Schmusekätzchen. Meistens jedenfalls.

Natürlich gehören zu meinen Freunden nicht nur Katzen. Wäre ja noch schöner. Meine engster Hundesfreund ist Bahloo. Er ist ein Do-Khyi. Die Rasse wird auch Tibetan Mastiff oder Tibetan Dogge genannt. Ich habe mal gehört, dass er zu den Kampfhunden gehören soll. Wenn ihr mich fragt, ist das völliger Unsinn. Ich habe jedenfalls noch nie Probleme mit ihm gehabt. Dass er sein Haus und seinen Garten gegen Fremde verteidigt, kann man ihm ja nicht verdenken. Das soll er ja auch. Und dass er kleine, laut kläffende Hund nicht verträgt, das kann ich ihm nur allzu gut nachfühlen. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele unerzogenen Hunde es doch gibt. Und wenn wir gut erzogenen Hunde diese Kläffer mal zur Ordnung rufen wollen, werden wir gleich als Bestien und Raufbolde verschrien.

So, das wärs mal fürs erste. Aber später gibt es bestimmt mal noch mehr.